10 Tipps für erfolgreiche Online-Pressearbeit

Quelle: sxc.hu (hoefi)

Online-Pressearbeit gehört heute zum Standard in den Public Relations. Dabei gelten für den Onlinebereich einige Besonderheiten, die ich heute in Form von 10 Praxistipps vorstelle.

1. Wählen Sie den passenden Kommunikationskanal!

Wenn Online, dann richtig! Kein Online-Redakteur hat Zeit und Lust, lange Textpassagen von Fax -Pressemitteilungen abzutippen. Auch auf Links klickt es sich auf dem Papier so schlecht. Wenn Sie Ihre Pressemitteilung gezielt einem Online-Medium senden, dann ausschließlich digital und per Mail. Zusammen mit angehängten Bildern, Grafiken und ggf. Zitaten bieten Sie dem Redakteur so ein sinnvolles Paket an Materialien.

2. Schreiben Sie den Journalisten persönlich an!

Eine namentlich adressierte E-Mail wird eher gelesen, als ein allgemeines Rundschreiben. Wenn Sie den Journalisten kennen oder bereits mit ihm gearbeitet haben, steigen Sie mit einer persönlichen Note in den E-Mail Text ein, bevor Sie zur eigentlichen Pressemitteilung kommen. Das schafft eine vertrauliche Kommunikationsbasis. Wenn Sie die Namen erst recherchieren müssen, nutzen Sie neben den Daten auf der jeweiligen Webseite des Mediums auch Journalistendatenbanken wie die kostenlose von news aktuell oder aber kostenpflichtige Dienste wie Stamm. Oder Sie lassen sich einen gezielten Presseverteiler erstellen. Wichtig: Wenn Sie an einen Verteiler senden, dann gehören die anderen Adressaten des Verteilers nicht ins CC-Feld sondern ins BCC-Feld. Niemanden geht an, wer noch in Ihrem Verteiler steht.

3. Wählen Sie eine aussagekräftige Betreff-Zeile!

Die Betreffzeile ist die wichtigste und auffälligste Zeile einer Email. Deshalb: Nutzen Sie diesen wertvollen Platz für Ihre zentrale Botschaft. Ob Innovation, eine neue Studie oder eine relevante Veranstaltung, schreiben Sie etwas in die Betreff-Zeile, was Lust auf mehr macht.

4. Fügen Sie Ihre Pressemitteilung direkt als Text ein!

Ihre Mitteilung sollte im einfachen Textformat im Textfeld der E-Mail stehen, da sie so schnell über das Vorschaufenster vom Leser „gescannt “ werden kann. Wenn nämlich in der Mail außer einer Grußformel nichts drin steht und der Journalist sich erst durch diverse Anhänge kämpfen muss um die eigentliche Presseinformation zu finden, vergeht ihm schnell die Lust. Keine Word-Dateien anhängen, denn die kann nicht jeder öffnen und sie bergen das Risiko von Makroviren!

5. Halten Sie Dateigrößen klein!

Nicht nur, dass es unprofessionell wirkt wenn man Bilder verschickt, die 6 MB groß sind, manche Postfächer in Firmen lassen große Mails gar nicht erst bis zum Empfänger durch. Daher gilt für alle Dateien wie Bilder oder andere Anhänge: Lieber eine Nummer kleiner und einen Link zum Homepage anbieten, wo ggf. höher aufgelöste Bilder zum Download bereit gestellt werden. Oder anbieten bei Bedarf größere Bilder nachzuschicken. Eine zeitgemäße Möglichkeit in diesem Bereich bietet der Social Media Newsroom. In ihm können Sie alle Ihre Videos, Bilder und Aktivitäten im Sozialen Netz zusammenführen.

6. Beim Schreiben an Google denken!

Eine im Internet veröffentlichte Pressemitteilung sollte vor allem für Suchmaschinen relevant sein. Dass heißt nicht, dass der Text schlecht geschrieben sein muss. Aber statt ausschließlich auf wohlklingende Formulierungen zu achten, macht es Sinn die für das eigene Geschäft relevanten Keywords vorher zu durchdenken und diese dann gezielt im Text unterzubringen. So werden Sie am Ende über Google & Co auch gefunden.

7. Schreiben Sie mediengerecht!

Grundsätzlich gilt für das Internet: Noch kürzer halten als für Print. Verwenden Sie Zwischenüberschriften und verpacken Sie Kernbotschaften in knappe Absätze, niemand scrollt sich gern durch lange Textwüsten. Verzichten Sie auf Formulierungen wie “Belegexemplar erbeten” oder “Abdruck honorarfrei” – Das wirkt bei Online-Medien irgendwie seltsam. Online können Sie z.B. schreiben: Link erbeten. Fotorechte sollten in jedem Fall kommuniziert werden. Tipp: Wählen Sie Ihre Pressefotos mit Bedacht aus – Selbst wenn der Journalist Ihre Pressemitteilung nicht aufgreift, vielleicht kann er das Bild verwenden und auch dann steht Ihr Name darunter.

8. Grundlagen der PR beachten!

Auch per E-Mail versandt, bleibt eine Pressemitteilung eine Pressemitteilung. Weichen Sie also nicht von den Standards ab:

  • Das wichtigste (Die W-Fragen) an den Anfang
  • Verwenden Sie keine Fachsprache, außer es handelt sich um ein Fachmedium
  • Eine einfache und verständliche Sprache hat noch keiner Pressemeldung geschadet
  • Guten Schreibstil beibehalten, also immer aktiv statt passiv fomulieren

9. Bedienen Sie alle Kanäle!

Online-PR hat den Vorteil, dass Sie viele Möglichkeiten haben, Ihre Inhalte selbst zu publizieren. Ob kostenlose Presseportale, Hinweise in Blogs oder Foren (“zu Ihrem Problem passt unsere Lösung”), die Positionierung als Experte auf Portalen wie GuteFrage.net oder aber das Einstellen Ihrer Inhalte in Soziale Netzwerke und Nachrichtenportale.

10. Versenden Sie zur Kontrolle an sich selbst!

Um zu sehen, wann und wie eine Pressemitteilung in den Redaktionen ankommt, schicken Sie die Mail auch an sich selbst, am besten über das BCC-Feld. So sehen Sie, ob alles stimmt:  Format, Zeilenumbrüche, eingefügte Fotos etc.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Schöne Zusammenstellung!
    Ganz wichtig (aus Sicht eines Fachjournalisten) sind Tipp 4 und 5! Und geben Sie bei Bildern/Fotos/Grafiken bitte an, was Sie als Bildquelle genannt haben wollen (den Fotograf? das die PM versendende Unternehmen? eine Agentur?).

  2. Vielen Dank für die 10 Tipps für erfolgreiche Online-PR. Auch wir sind der Meinung, dass sich gute Online-PR mit einfachen Tipps und Tricks verbessern lässt. Um erfolgreich in der Online-PR durchzustarten, gibt es nicht den einen Tipp. Vielmehr setzt sich der Erfolg in der Online-PR aus verschiedenen Elementen zusammen. Deswegen sind visuelle Elemente, Keywords und die Social Media aus der Online-PR nicht mehr wegzudenken.

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