Storytelling

Storytelling mal ganz anders erklärt

Viele Storytelling-Bücher arbeiten sich durch Theorien, erklären die berühmte Heldengeschichte und wie man Fakten in Geschichten verpackt. Letzteres macht auch Paul Hohmann in seinem e-Book „Sympathische Wissensvermittlung durch Storytelling“, aber er macht es doch anders: Der Autor erklärt Storytelling ganz konkret an 40 alltäglichen Prinzipien, denen man im Privat- oder Geschäftsleben immer wieder begegnet.

Das eBook steigt mit einem kurzen theoretischen Block zu Storytelling ein und erläutert, welche rhetorischen Mittel man zur Wissensvermittlung einsetzen kann. Hohmann beschreibt den eigentlichen Nutzen und Reiz am Storytelling damit, dass Kommunikation auf eine andere Ebene gehoben werden kann. So kann in schwierigen Verhandlungen etwa die Bezugnahme auf eine Geschichte bzw. ein Prinzip dafür sorgen, dass man das Gegenüber nicht direkt konfrontiert, sondern die Kommunikation auf eine Meta-Ebene gehoben wird. Der Kommunikationspartner ergänzt dann Empfindungen und eigene Erfahrungen zu dem Erzählten.

Was Storytelling mit Bananen zu tun hat

Als Beispiel nennt Paul Hohmann ein Verhandlungsgespräch, in dem man sagt: Wir wollen keine Bananen kaufen (dazu muss man wissen: der Lieferant bringt kein Obst). Der Lieferant wird nun verdutzt gucken und es entsteht eine Stille. Diese nutzt man und erläutert im Rahmen der Geschichte den Hintergrund seiner Äußerung. Etwa: „Ja, Sie kennen das doch auch, wenn Sie im Supermarkt sind und Bananen kaufen. Diese sind grün und ungenießbar, da diese erst beim Kunden reifen.“, ergänzt durch einen Appell: „Wir sind der Endkunde und Sie geben uns ein Produkt, welches erst beim Kunden reift, dennoch verlangen wir ein reifes Produkt, das unseren Anforderungen entspricht.“

Das Beispiel spinnt sich im Buch noch weiter und erklärt gut, wie Kommunikation in der Meta-Ebene Herausforderungen verdeutlicht, ohne die Parteien zu direkt anzugehen und zu verärgern.

40 x überraschende Fakten

Es folgen dann 40 interessante Prinzipien, die diesen Ansatz anschaulich machen. Hohmann überrascht dann mit Fragen wie: „Wissen Sie, was eine Orange und eines der berühmtesten Verhandlungsprinzipien miteinander verbindet?“ über „Kennen Sie den Zusammenhang zwischen der wichtigsten Person aus Sicht von Amazon und einem leeren Meeting-Stuhl?“ bis hin zu „Wussten Sie, dass das Quengeln von jüngeren Kindern einen erheblichen wirtschaftlichen Umsatz in Milliardenhöhe verursacht?“

„Sympathische Wissensvermittlung durch Storytelling“ ist kein klassisches Handbuch über Storytelling, aber es zeigt sehr anschaulich, wie man Geschichten und Fakten so verbindet, dass sie im Gedächtnis bleiben. Damit ist es eigentlich für fast jeden geeignet, da sich die Prinzipien im Beruf und im Privatleben gut anwenden lassen.

Über den Autor

Paul Hohmann ist ein in Mittelhessen geborener Prozessmanager, der als Unternehmensberater in einem IT-Unternehmen arbeitet und in seiner Tätigkeit immer wieder im Kundenkontakt auf Storytelling zur besseren und nachhaltigen Informationsvermittlung zurückgreift. Sowohl privat als auch beruflich beschäftigte er sich mit wirtschaftlichen Zusammenhängen und wiederkehrenden Mustern, die sich im Beratungsalltag in Form von Storytelling anwenden lassen.

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