Der eigene Blog ist endlich eingerichtet.Mein Blog Man ist ein bisschen stolz und aufgeregt zugleich. Jetzt werden die ersten Beiträge verfasst, Schlagworte vergeben, Bilder eingefügt und es passiert ... nichts. Keine Kommentare, keine Likes, keine Reaktionen. Wie mache ich meinen Blog bekannt? 18 Tipps dazu von mir.
5 Tipps für deinen Start als Freelancer
Gastbeitrag von Kevin Pflock (www.junge-gruender.de)
Wir arbeiten als Agentur viel mit Freelancern zusammen. Daher soll hier auch der Platz sein einmal zu schauen, wie es sich als Freelancer so lebt und was man beachten sollte. Ein Gasbeitrag von Kevin Pflock:
Du möchtest selbstständig arbeiten ohne eine bahnbrechende Geschäftsidee zu haben und viel Geld investieren zu müssen? Dann biete Auftraggebern deine Dienstleistung an und werde Freelancer! Ob Fotografie, Grafikdesign, Social Media, IT oder virtuelle Assistenz – Freelancer sind in nahezu allen Branchen zu finden und werden immer mehr. Kein Wunder, denn als freier Mitarbeiter genießt man ein hohes Maß an Flexibilität und kann Berufs- und Privatleben gut miteinander vereinbaren – vor allem, wenn du zum Start diese Tipps beherzigst.
#1 gute Vorbereitung
Es bringt nichts, sich Hals über Kopf in das Freelancertum zu stürzen. Auch wenn sich viele Freelancer ihr Fachwissen im laufenden Prozess bzw. durch learning bei doing aneignen, ist eine gewisse Vorbereitung zu Beginn durchaus sinnvoll. Nimm dir Zeit und überstürze nichts. Du kannst dich beispielsweise online umfassend über Kleinunternehmerregelung, Künstlersozialkasse und Co. informieren oder auch bereits etablierte Freelancer um Rat und Unterstützung bitten.
#2 Stundensatz berechnen
Kaum ein Freelancer ruft zu Beginn seiner Selbstständigkeit den Stundensatz auf, der notwendig gewesen wäre, um halbwegs vernünftig von dieser Arbeit zu leben. Die meisten verkaufen sich erst einmal wegen fehlender Berufserfahrung „instinktiv“ (und hoffnungslos) unter Wert.
Dass du zum Start als Freelancer nicht direkt dreistellige Stundensätze in Rechnung stellen wirst, ist vermutlich klar. Trotzdem – oder gerade deswegen – solltest du dir einmal die Zeit nehmen, genau zu kalkulieren, was du pro Stunde einnehmen musst, damit du am Ende des Monats alle Kosten decken kannst. Diese Formel ist dir dabei behilflich:
Gewünschte/benötigte Summe pro Jahr ÷ mögliche Arbeitsstunden pro Jahr
Die möglichen Arbeitsstunden pro Jahr rechnest du so aus:
Tage pro Jahr, an denen du (theoretisch) arbeiten wirst × Ø Arbeitsstunden pro Tag
Wenn du also bspw. 60.000 € netto pro Jahr verdienen möchtest und voraussichtlich 212 Tage × 4 Stunden (bezahlt) arbeiten kannst, muss dein Stundensatz etwa 70,75 € betragen.
Weil zu der bezahlten Arbeit auch noch (sehr) viel unbezahlte kommt, beispielsweise für Buchhaltung, Akquise, Marketing und Administratives, entscheiden sich viele Freelancer gegen den klassischen Stundensatz und legen stattdessen Paketpreise fest, die diesen „Ausfall“ besser kompensieren.
#3 Marketing & Personal Branding
Wer als Freelancer möglichst viele Aufträge an Land ziehen möchte, muss sichtbar werden. Das funktioniert natürlich am besten durch Marketing – beispielsweise auf LinkedIn oder Instagram. Letzteres gehört mit rund 2,1 Milliarden monatlichen Nutzern zu den größten sozialen Netzwerken und ist auch im Business-Kontext durchaus relevant.
Doch anstatt hier (und auch anderswo) einfach nur platt deine Dienstleistungen zu präsentieren, solltest du dir Gedanken über dein Personal Branding machen und deine Person in den Fokus der Marketing-Maßnahmen rücken. Denn letztlich ist sie es, die dich von all den anderen Freelancern unterscheidet und einzigartig macht.
#4 klare Ausrichtung & Wunschkunde
Eng mit dem Bereich Marketing verbunden ist deine Ausrichtung und die Frage „Wer ist mein absoluter Wunschkunde?“. Viele Freelancer neigen zum Start in die Selbstständigkeit dazu, erst einmal „alle“ ansprechen zu wollen und haben ein entsprechend breit gefächertes Portfolio mit unterschiedlichen Dienstleistungen.
Die Idee dahinter – dann steigt die Wahrscheinlichkeit, Kunden zu generieren – ist natürlich nachvollziehbar. Doch in der Praxis zeigt sich immer wieder: Wer von Anfang an fokussiert ist und einen klaren Wunschkunden vor Augen hat, wird langfristig ein stabileres Business aufbauen, u.a. indem er sich einen Expertenstatus erarbeitet. Dieser wiederum wird es dir ermöglichen, deinen Stundensatz (bzw. deinen Paketpreis) Schritt für Schritt nach oben zu schrauben.
#5 Die wichtigsten Voraussetzungen
Du wirst online endlos lange Listen mit den „perfekten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere als Freelancer“ finden. Zum Start in deine Selbstständigkeit – und auch später noch – ist vor allem eines wichtig: Disziplin. Denn Freelancen bedeutet nun einmal, dass du nur dann Geld verdienst, wenn du auch tatsächlich arbeitest. Lässt du dein Business schleifen, wird sich das schnell auf deinem Konto bemerkbar machen.
Eine weitere, unverzichtbare Fähigkeit für den Start als Freelancer ist Vertrauen: in die eigenen Fähigkeiten und den Umstand, dass auf jedes Tief ein Hoch folgt. Denn als Freelancer zu arbeiten bedeutet, sich auf eine wilde Achterbahnfahrt einzulassen. Nicht jeder ist dieser (auf Dauer) gewachsen.
Sich als Freelancer selbstständig machen ist ziemlich aufregend und kann durchaus der Beginn einer Karriere mit viel Flexibilität und Freiheit sein. Wichtig ist, dass du dein Business von Anfang an ernst nimmst und auf einem stabilen Fundament aufbaust. Die Tipps, die du in diesem Beitrag erhalten hast, werden dir dabei behilflich sein.

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