Wie wünschen sich Journalisten die ideale Pressemitteilung?

Wie sieht sie nun aus, die perfekte Pressemitteilung?  Das ECCO-Agenturnetz hat im April 2013 Journalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt, wie Pressemitteilungen am besten ankommen. Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie. Zu beachten: Die meisten Journalisten waren bei Fachmedien beschäftigt (50%) und über 40 Jahre alt.

1. Text in der Mail

Fast die Hälfte der befragten Journalisten möchten den Pressetext als Plain Text in der E-Mail, inkl. Gesamttext als Attachment, PDF/Word im Corporate Design des betreffenden Unternehmens oder der PR-Agentur. Unbeliebt sind HTML-Mails (5,6%), Postsendungen (2%) und Pressemeldungen visa Fax (0 %). Auch die Twitter-Direktnachricht ist (noch) kein Weg um Journalisten zu erreichen (0%).

2. Betreffzeile kennzeichnen

30% aller Journalisten wünschen sich das Kürzel „PM“ für Pressemitteilung im Betreff und dahinter den Titel. Auch das ausgeschriebene Wort „Pressemitteilung“ plus Titel wird gern gesehen (23%). Immerhin 25% der Journalisten hätten gern auch das Unternehmen schon in der Betreff-Zeile.

3. Anhänge zum Download anbieten

Wie sollen Anhänge wie Bilder oder Logos geliefert werden? Hier ist das Bild nicht ganz eindeutig, 51% wünschen sich solche Anhänge via Download per Dirketlink, immerhin 42% jedoch wollen die Anhänge direkt in der Mail als Attachment haben. Fotos sollten mindestens 300 dpi in der Auflösung haben, die Anhänge sollten gesamt nicht mehr als 5 MB groß sein.

4. PR-Anrufe nerven

Wer Journalisten an einen Termin erinnern möchte, sollte lieber nicht anrufen. Nur ein Prozent der Befragten freut sich wenn das Telefon klingelt. Über 65% der Journalisten möchten lieber per Kurzmail mit den wichtigen Eckdaten an bevorstehende Termine (Pressegespräch, Live-Streamings, Google-Hangouts etc.) erinnert werden. SMS oder Facebook-Einladung hingegen sind tabu (unter 1%). Am liebsten erhalten die Journalisten den Einladungstext nochmals 3 Tage vor der Veranstaltung (47%).

5. Individuelle Ansprache nicht entscheidend

Auch ich gebe oft den Tipp, Journalisten per Mail namentlich anzusprechen. In der Umfrage finden das 73% der Journalisten zwar höflich, es hat aber keinen Einfluss auf eine Veröffentlichung. Bei immerhin 18% der Befragten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich näher mit dem Thema auseinandersetzen, wenn sie persönlich angesprochen werden.

Die Ergebnisse der Studie können hier als komplette PDF heruntergeladen werden.

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