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Ist das Content oder kann das weg?

Jeder macht gerade irgendwie in Content. Doch oft genug werden Inhalte scheinbar nur um ihrer selbst willen veröffentlicht. Was fehlt, ist eine echte Strategie, Persönlichkeit und ein konkreter Nutzen. Zu dem Thema hat Dr. Kerstin Hoffmann gerade einen schönen Vortrag auf der „Relaunch Konferenz“ gehalten, den Ihr unten auch im Video findet. Ein paar Kernaussagen, möchte ich hier gern zusammenfassen.

Dein Content kann weg wenn

…es keine echte Geschichte gibt

Das Foto von Mitarbeitern am Messestand ist kein Storytelling. Niemand interessiert sich für deine Inhalte, wenn sie ausschließlich selbstreferentiell oder werblich sind. Es darf auch mal ein witziges Posting sein, aber jeder Inhalt muss einem roten Faden folgen, das große Ganze muss erkennbar sein.

…er nicht strategisch eingebunden ist

Ich muss mir bei jedem Inhalt Fragen wie diese stellen: Wie zahlt der Content auf die Unternehmensziele ein? Was nutzt er dem Rezipienten konkret? Was weiß er danach besser? Fühlt er sich danach besser? Warum sollte er überhaupt darauf klicken (es braucht spannende Teaser, die mit journalistischen Mitteln arbeiten)? Was soll danach passieren (an die Conversion denken!)? Welcher Kanal passt am besten zu diesem Inhalt?

…er kein Gesicht hat

Die Informationsflut steigt täglich. Menschen suchen nach Lotsen, denen sie vertrauen können.
Inhalte brauchen also Persönlichkeit und reale Personen. Eine glaubwürdige Webseite allein genügt heute nicht mehr.

…der Content-Ersteller keinen Nutzen hat

Die meisten Contentstrategien scheitern, weil die Motivation derjenigen schwindet, die Inhalte erstellen. Auch derjenige muss einen Nutzen davon haben, muss Lust haben und einen Sinn erkennen. Menschen tun Dinge nur aus zwei Gründen: Schmerz vermeiden, Belohnung erhoffen – das ist der Grund, warum wir etwas tun im Leben. Das gilt für jeden Content-Ersteller und für jeden Rezipienten gleichermaßen.

…du nicht zuhörst

One-to-many funktioniert nicht mehr. Wer das Ohr nicht an der Zielgruppe hat, wird scheitern. Man muss sich die Interaktion anschauen, den Dialog suchen. Wo reden Leuten über die eigene Firma? Wo ist der Zugang? Wer eine Hochzeit plant, guckt heute bei Pinterest, wer eine Anleitung sucht, geht zu Youtube. Eltern sprechen über WhatsApp in Gruppen über die nächste Klassenfahrt.

…du deine Marke nicht kennst

Wer nicht weiß, was das eigene Geschäftsmodell eigentlich ausmacht, braucht keine Contentstrategie. Wer seine Stakeholder nicht kennt, kann keine Beziehungen aufbauen. Nur wenn ich meine Marke kenne und weiß was diese für die Menschen da draußen für konkrete Probleme löst, kann ich Inhalte dazu erstellen.

Den ganzen Vortrag seht ihr hier im Video: 

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